Gibt es in ihrer regionalen Tageszeitung einen Tag, an dem es keine Berichte über diverse Einbrüche in Bürogebäude, Wohnhäuser und Garagen zu lesen sind?

So ungefähr sieht es nämlich auch in sämtlichen Tageszeitungen meiner nahen Umgebung aus. Doch nicht nur die Zeitungen, sprich die Presse, berichten immer häufiger über organisierte Banden, welche regelrecht konzeptionell Straße für Straße abarbeiten, sondern auch andere Medien-Kanäle wie zum Beispiel das Radio, TV oder auch das Internet haben mit diesem Thema täglich ausreichend Stoff um haufenweise Berichte zu bringen.
Die neueste Masche dieser Einbrecher ist das sogenannte „Homejacking“. Hierbei dringen die Täter in Wohnungen ein, deren Eigentümer derzeit sogar zu Hause sind, klauen Kfz-Schlüssel sowie Garagenschlüssel und entwenden daraufhin das Auto. Das Schlimme daran ist nicht das Entwenden des Kfz sondern das Eindringen in die Wohnung während sie als Familie gerade in aller Seelenruhe im Bett liegen und schlafen.
Mit dieser Art der Einbrüche bzw. des Diebstahls wurde eine Grenze überwunden, welche oftmals die direkte Konfrontation zwischen Täter und Opfer zur Folge hat und so bei falscher Reaktion nicht nur einen Sachschaden sondern auch eventuell einen Personenschaden nach sich zieht.

Wie schütze ich mich nun in meiner Wohnung?

Da wir nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind und jeder ein halbes Waffenarsenal unter dem Bett liegen hat oder die Selbstjustiz strafbar ist, ist es ratsam sich mit einbruchsicheren Fenstern und Türen weitmöglichst zu schützen. Und genau dieser Schutz kann (natürlich wie überall auch, je nach Investitionsaufwand) perfektioniert werden. Hierbei gibt es insgesamt 7 Widerstandsklassen, mit denen man seine Fenster und Fenstertüren einbruchhemmend nach DIN EN 1627 absichern kann.

Die RC-Widerstandsklassen (RC steht hier für „resistance class“) unterscheiden sich in:

  • RC 1 N
  • RC 2 N
  • RC 2
  • RC 3
  • RC 4
  • RC 5
  • RC 6

Laut den Berichten und Empfehlungen unserer freundlichen Beschützer von der Polizei sollte man hier bei dieser Klassifizierung unterscheiden in welchem Bereich sich das Fenster oder die Fenstertüren befindet. Soll heißen, hat ein eventueller Täter direkten Zugang zu Fenster und Türen (also ohne Aufstiegshilfe) so rät die Polizei hier zu einer Einbruchshemmung von mindestens RC-2-Fenstern.
Bei dieser Klassifizierung sind die Fenster mit speziellen Pilzkopfzapfen-Beschlägen und einer einbruchshemmenden Verglasung aus hochwertigem P4A-Glas sowie abschließbaren Fenstergriffen ausgestattet. Hierbei kommt wieder der Investitionsaufwand auf den Tisch. Möchte man eine höhere Sicherheit der Einbruchshemmung haben, kann man auf zum Beispiel RC-3 aufrüsten.
Möchte man seine Fenster und Fenstertüren in den oberen Stockwerken absichern, also in einem Bereich bei dem der Täter nur über eine Aufstiegshilfe (Leiter) diese Fenster erreichen kann, dann ist die Überlegung an sich, hier nur ein RC-1-N-Fenster einzubauen. Dieses ist nicht mit einbruchshemmenden Glas versehen sondern nur mit abschließbaren Fenstergriff und speziellen Pilzkopfzapfen-Beschlägen.

In jedem Fall sollten Sie sich als Vermieter, Bauherr oder besorgter Bewohner bei zum Beispiel einem Fensterbauer oder der Polizeistation über die unterschiedlichen Möglichkeiten sowie ihren individuellen Bedarf erkundigen.

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