Wer sich heutzutage die Nachrichten, News-Portale und die örtliche Tageszeitung in Ruhe durchliest, der findet beinah täglich Berichte über Gewalttaten, Überfälle, Einbrüche, Vergewaltigungen, Mobbing usw..

Jedem von uns sind die Bilder von U-Bahn-Schlägereien oder eher Massakern und Anpöbelungen und deren Folgen aus der Presse noch in Erinnerung. Helfende Personen, welche dauerhaft geschädigt sind oder ihr Leben riskiert und verloren haben, gehören leider schon beinah zum Alltag.

Warum schauen viele Menschen einfach weg, wenn sie eine solche Situation erfahren/sehen? Nicht aus „ist mir egal“, sondern vielmehr aus der einigen Angst heraus, selbst angegriffen zu werden. Selbst von den meist jungen Gewalttätern als Opfer ausgesucht und die rohe Gewalt der gelangweilten Kids abzubekommen. Denn nicht selten endet die Hilfsbereitschaft im eigenen Tod oder zumindest in schmerzhaften Gesundheitsstörungen. Und was die Aufklärungsrate und Hilfsmöglichkeiten angehen, liegt die Zahl leider weit unter der eigentlichen Notwendigkeit.

Solange noch keine Gewalttat vorliegt, ist die Glaubwürdigkeit der Betroffenen angekratzt. Anstatt direkt Hilfe anzubieten, werden Fragen über Fragen gestellt … und Tage über Tage vergehen … mit immer dem gleichen Heim- oder Schulweg, der gleichen U-Bahn oder dem selben Bus. Mit dem Resultat, dass solche Gewalttaten sehr oft auch verschwiegen werden. Was die Angst nicht weniger werden lässt, sondern immer noch weiter anschürt.

Grund hierfür ist das Vertrauen in die Hilfsmöglichkeiten und Organisationen. Wenn ich schon von vorne weg weiss, dass ich mich quasi für meine Anschuldigungen, Schmerzen, vielleicht auch schon Wunden, Ängste und schlaflosen Nächte rechtfertigen – ja beinah schon betteln muss, nur um etwas Hilfe zu bekommen, dann gilt bei sehr vielen Betroffenen einfach „Augen zu und durch“!

Hilfe zur Selbsthilfe – Selbstverteidigung mit erlaubten Waffen

In Deutschland ist zum Glück das Mitführen von Waffen gesetzlich untersagt. Bei uns gilt das Deutsche Waffengesetz (WaffG), welches die Regelung zum Besitzt, Erwerb und Gebrauch von Waffen und Munition regelt. Seit 2002 gibt es den Unterschied zwischen Großem und Kleinem Waffenschein, welcher hier im Detail sicherlich nicht beschrieben gehört …

Unter dem Großbegriff „Waffen“ gehören z. B. Hieb-, Stich- und Stoßwaffen, Schusswaffen und Munition sowie aber auch Sprühwaffen wie z. B. das CS-Gas usw. Doch es gibt auch „Waffen“, welche nicht unter das Muss eines Waffenscheines fallen. Voraussetzung ist hier aber immer das Vorliegen einer Notwendigkeit / Notlage zu Anwendung gegenüber eines Menschen.

Diese Waffen sind in Deutschland ohne einen Waffenschein erlaubt zu tragen:

  • Pfefferspray zur Tierabwehr (nur in Notlagen gegenüber dem Menschen)
  • CS-Spray / Tränengas (ist nicht ganz so stark wie Pfefferspray, steht aber im Verdacht schädlich für Augen und Atemwege zu sein)
  • Schrillalarm mit einer Frequenz von bis zu 110 dB
  • Hochleistungstaschenlampen mit 200 Lumen – machen minutenlang orientierungslos
  • Elektroschocker mit PTB-Prüfzeichen (nur ab 18 Jahren erhältlich)
  • Schreckschuss-Waffen (nur mit Kartuschenmunition oder Schreckschussmunition)
  • Selbstverteidigungsschirm (sehr stabiler und handlicher Schirm, für den Einsatz als Schlagstock gedacht)
  • Trillerpfeife / Schlüsselalarm (bis zu 120 dB)
  • Alltagsgegenstände wie Schlüssel usw. (zwischen den Finger wird ein Schüssel zur herausstehenden Waffe)

Natürlich ist das Tragen einer solchen Abwehr-Maßnahme allein schon für das eigene Ego eine sehr nützliche Sache. Die Anwendung in einer Notsituation sieht hier ganz anders aus. Aus diesem Grund sollte man sich das Thema „Selbstverteidigungskurs“ überlegen. In beinah jeder Stadt, Sportverein, Familienzentren, VHS usw. werden solche Selbstverteidigungskurse für Frauen, Kinder oder allgemein angeboten. Es muß nicht immer gleich ein Kampfsport sein. Wobei dies sicherlich keine Fehler ist.

Nur mit einem solche Kurs / diesem Wissen und der einen oder andern erlaubten „Waffe zur Selbstverteidigung“ kann man wieder etwas ruhiger schlafen. Und auch der Schulweg oder Weg zur Arbeit lässt sich wieder sicherer absolvieren.

Fazit

Der Gesetzgeber hält sich mit seinen Hilfsmaßnahmen zurück … die Polizei darf nur im äußersten Notfall agieren – meist nur reagieren und kann nicht überall sein … die Gewalttaten werden immer häufiger und schlimmer … und die Gewalttäter immer jünger. Ist es falsch, sich und seine Familie schützen zu wollen? Seinen Kindern eine gewisse Sicherheit bieten zu wollen? Als Frau sich wirkungsvoll zur Wehr setzen zu können?

Selbstjustiz ist und gehört verboten – doch Selbstverteidigung ist weiterhin erlaubt!