Nachdem ich mein erstes Cartun-Magazin in den Händen hatte, kamen mir direkt wieder die Bilder meiner „MAD“-Jugend vor Augen. Krass-gezeichnete Figuren aus dem aktuellen Politik- und Promi-Leben versetzen die Lachmuskeln, vom einfachen Schmunzeln bis hin zum Brüllen, dauerhaft in Stress …

Nach dem Öffnen fruchtig, würzig, mit etwas eigentümlichen Humor

Was den eigentümlichen Humor dieses Comics angeht, so ist dieser weit unter der Gürtellinie, absolut direkt und – für mich – mehr als nur perfekt.

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Das „Vorwort“ dieser Ausgabe bedarf keinerlei Übersetzung. Wenn der Gast einer sehr bekannten Fast-Food-Kette den Mitarbeiter zu seinem Titel „Cartoonist“ beglückwünscht und zeitgleich über die Theke hinweg fragt, ob er denn davon Leben könne, dann sagt dies schon alles über den Enthusiasmus und auch die (die Künstler werden es mir verziehen) Verrücktheit aus, mit denen die Künstler des Cartun den Alltag bestreiten.

„Denn Humor ist nicht nach Einkommen oder Gesellschaft sortiert und gestaffelt. Ganz einfache Menschen mit dem Drang und der Gabe „Cartoonist“ zu sein, zu zeichnen, erzählen und schreiben, lassen ihren Gedanken, Gesinnungen und Ängsten freien Lauf … was ich problemlos im Cartun herauslesen kann.“

Optimal abgestimmter Geschmack mit einer sarkastischen Note

Das Heft ist unterteilt in Kategorien, welche – wiedermal – direkt aus dem Leben kommen und Titel wie z. B. „fake & news“, „Lebensweise“ oder „Zeitgeist“ besitzen … auch die Kategorien mit „Unsere Besten“ oder „Prima Klima“ sorgen für den einen oder anderen Krampf im Bereich der verkümmerten Lachmuskeln.

Wenn ich mir so die Themen der Kurz-Karikaturen anschaue, dann haben die Künstler nicht nur alles wichtige und interessante aufgegriffen und untergebracht, sondern auch noch mit mehr als nur einer Botschaft zu Papier gebracht.

Versteckte Botschaften, Humor im 2. Gang oder wie es auch genannt wird – denn nicht nur mit einer Karikatur oder einer Geschichte ging es mir so, dass ich diese mehrmals lesen und anschauen musste, um alle versteckten Botschaften, Gimmiks, Falten, Blicke, Geheimnisse und Witze … also die komplette Ironie zu finden und herauszulesen.

Klimawandel, Burka, braunes Gelaber, Emanzipation oder Gleichstellung im Berufsleben lassen sich in mehr als nur einer Form und einer Karikatur finden und darüber schmunzeln. Selbst Herr Oberfuzzi Trump, welcher mich wieder reizend aus einer vollbeladenen Karikatur vom Heft aus anschaut, hat seinen Platz im Cartun erhalten und somit sein Fett abbekommen.

Perfekt im Abgang … mit hoffnungsvollem Ende

Äußerst positiv und nennenswert ist der letzte Teil des Cartun. In diesem Bereich haben die Macher vom Eulenspiegel den Nachwuchskünstlern ihren Platz gelassen. Sie geben somit den vielen talentierten Mädels und Jungs eine Plattform, auf der sie nicht wie Kids behandelt werden, sondern Tipps und Respekt der “meist” sehr viel älteren Kollegen erhalten. Das Comic “Odysseus bei Aiolos. Dem Herrn der Winde” ist – meiner Meinung nach – ein sehr tolles Comic, mit Geschichte, Witz und ansprechenden Karikaturen. Die Nachwuchs-Künstlerin Martha Gisbier ist gerade mal 15 Jahre … ein Umstand, der uns hoffentlich zu noch sehr vielen Comics in der Art führt.

Als “Fazit” des Cartun von Eulenspiegel lässt sich sagen, dass nicht nur die “MAD”-Generation mit diesem Comic einen neuen Favorit gefunden hat. Jeder, der ein wenig die täglichen Geschichten des Lebens verfolgt, sich nicht zu schade für eine Meinungsäußerung ist und noch einen Hauch an Lachmuskeln besitzt, kann sich für die Cartun-Magazine des Verlages Eulenspiegel begeistern.

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